Moonfare-Studie zeigt: im Private Equity liegen Welten zwischen Top und Flop
Berlin, September 15 2026
  • Die Renditeunterschiede im Private Equity sind fast siebenmal so groß wie bei Large-Cap-Aktien: Zwischen dem obersten und dem untersten Quartil liegen 19,2 Prozentpunkte, bei Large-Cap-Aktien sind es 2,9 Prozentpunkte
  • Die Performance-Lücke weitet sich im Zeitverlauf zunehmend aus: die Rendite von PE-Fonds im obersten Quartil können über zehn Jahre potenziell auf das Doppelte der Rendite von Fonds mit Median-Performance kumulieren
  • Ein etablierter Name ist keine Garantie für künftige Erfolge: Zwei Drittel der Manager:innen im obersten Quartil schafften es nicht, diese Platzierung mit den nachfolgenden Fonds zu wiederholen

Berlin, 15 September 2026 – Eine neue Studie von Moonfare, der globalen Plattform und Asset-Management-Firma für Private Markets, zeigt das erhebliche Leistungsgefälle zwischen den erfolgreichsten und den schwächsten Private-Equity-Manager:innen auf. Die Studie zeigt, wie wichtig die Auswahl geeigneter Manager:innen in einer Anlageklasse ist, in der erhebliche Renditeunterschiede auftreten können.

Die Studie „Dispersion in private markets“ zeigt, dass die jährliche Renditedifferenz zwischen dem obersten und dem untersten Quartil der Private-Equity-Manager:innen zwischen 2016 und 2026 19,2 Prozentpunkte betrug. Bei Large-Cap-Aktien waren es lediglich 2,9 Prozentpunkte.¹

Über die lange Laufzeit von Private-Equity-Fonds können sich solche jährlichen Unterschiede erheblich verstärken. Denn Unterschiede in der Wertentwicklung summieren sich über die Laufzeit eines Fonds auf eine große Differenz beim Endwert.

Eine beispielhafte Berechnung unter Annahme einer konstanten IRR und auf Basis der Quartilsperformance von Private-Equity-Fondsjahrgängen aus den Jahren 2000 bis 2023 zeigt, dass der Endwert bei einer Performance im obersten Quartil nach zehn Jahren etwa doppelt so hoch war wie bei einer Median-Performance. Dies veranschaulicht, wie sich Performance-Unterschiede über die Zeit kumulieren können.

Die Studie stellt die Vorstellung einer „einheitlichen Private-Equity-Rendite“ infrage und unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl und Zusammenstellung von Fonds und Manager:innen. Für Investor:innen, die in Fonds schwächerer Manager:innen investieren, kann sich die jährliche Performance-Lücke über die Laufzeit eines Fonds erheblich kumulieren, sodass sie deutlich hinter denjenigen zurückbleiben, die in Fonds der stärksten Manager:innen des Marktes investiert sind.

Zugleich ist der Zugang zu den erfolgreichsten Fonds besonders begrenzt. Diese Fonds sind strukturell überzeichnet, und die verfügbaren Kapazitäten der Manager:innen sind häufig begrenzt.

Steffen Pauls, Gründer und Co-CEO von Moonfare, sagt: „Die Ergebnisse zeigen, dass der bloße Zugang zu Private Markets keine überdurchschnittlichen Anlegerrenditen garantiert. Ein bekannter Name zeigt, dass ein:e Manager:in in der Vergangenheit erfolgreich war, aber nicht zwangsläufig, wie er oder sie sich künftig entwickeln wird.

Bis zum Ende dieses Jahrzehnts dürfte sich das Kapital unserer Einschätzung nach auf eine deutlich kleinere Gruppe von Manager:innen konzentrieren, die einen wiederholbaren Leistungsvorsprung unter Beweis gestellt haben. Für die übrigen Manager:innen könnte das Fundraising dadurch länger dauern und deutlich schwierigerwerden. Für Investor:innen wird es daher noch wichtiger werden, die richtigen Manager:innen nicht nur zu identifizieren, sondern auch Zugang zu ihnen erhalten zu können.“

Um zu untersuchen, ob sich die Wertentwicklung über aufeinanderfolgende Fonds hinweg fortsetzt, analysierte Moonfare 647 Fondsübergänge bei geschlossenen Buyout-Fonds mit begrenzter Laufzeit.

Das Ergebnis: In 34 Prozent der Fälle erreichte auch der nachfolgende Fonds eine:r Manger:in das oberste Quartil. Dies deutet auf einen strukturellen Vorteil manager:innenbezogener Faktoren hin, etwa ein differenziertes Deal-Sourcing, eine belastbare Deal-Pipeline und ausgeprägte operative Expertise.

Gleichzeitig zeigt die Analyse, warum die Auswahl des Managers bzw. der Managerin nicht allein auf dem Ruf oder der bisherigen Erfolgsbilanz beruhen sollte: Zwei von drei Fonds im obersten Quartil (66 Prozent) konnten diese Platzierung mit dem nachfolgenden Fonds nicht wiederholen.

Die vollständige Studie „Dispersion in private markets: Manager selection unlocks the premium“ können Sie hier herunterladen.

¹J.P. Morgan Asset Management. "Guide to Alternatives," 2026.

  • Über Moonfare

    Moonfare ist eine führende globale Private Markets-Plattform und Asset-Management-Gruppe, die qualifizierten Privatanleger:innen und Family Offices Zugang zu privaten Märkten mit niedrigeren Mindestanlagesummen und zu institutionellen Konditionen bietet. Als Pionier vereinfacht Moonfare den Zugang zu privaten Vermögenswerten und unterstützt seine Kund:innen, diversifizierte Portfolios aufzubauen, die auf langfristigen Vermögensaufbau bei geringerer Volatilität ausgerichtet sind. Dieser Ansatz geht über das reine Anbieten von Fonds erstklassiger Manager wie KKR, Carlyle und EQT hinaus. Über sein globales Netzwerk identifiziert und erschließt Moonfare mehr Investmentgelegenheiten in Private Equity als andere Anbieter:innen – einschließlich proprietärer Moonfare-Investmentprodukte, die sorgfältig ausgewählte Co-Investitionen, Secondaries und Direktgeschäfte umfassen. Unabhängig und ausschließlich auf Private Markets fokussiert, genießt Moonfare das Vertrauen von mehr als 5.600 Investor:innen und verfügt über ein verwaltetes Vermögen von mehr als 4 Milliarden Euro. Moonfare hat seinen Hauptsitz in Berlin und ist in 24 Ländern mit Büros in New York, London, Singapur, Paris und Luxemburg vertreten. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte Moonfare unter https://www.moonfare.com/ und auf LinkedIn.

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